
Durchführung eines Stromnetz-Monitoring-Reifegrad-Checks
Ziel der Maßnahme ist es, kritische Niederspannungsnetze vor einem dauerhaften Sensorausbau gezielt mit mobilen Messkampagnen zu untersuchen. Netzbetrieb und Netzplanung wählen Netzabschnitte aus, in denen Beschwerden, hohe Photovoltaik-Einspeisung, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen oder auffällige Schaltvorgänge auf begrenzte Transparenz hinweisen. Mobile Messgeräte erfassen über festgelegte Zeiträume Spannung, Strom, Lastgänge und ausgewählte Netzqualitätswerte an Ortsnetzstationen, Abgängen oder Hausanschlusspunkten. IT/OT und Messstellenbetrieb sichern Datenübertragung, Zeitstempel und Datenschutz ab. Die Ergebnisse werden mit Wetter-, Einspeise- und Anschlussdaten abgeglichen und in einer verständlichen Auswertung zusammengeführt. So erkennt das Stadtwerk, ob Auffälligkeiten dauerhaft auftreten, saisonal bedingt sind oder durch einzelne Anlagen ausgelöst werden. Nach Abschluss jeder Kampagne werden die Messpunkte dokumentiert, Befunde bewertet und Folgeentscheidungen in einer kurzen Betriebsrunde bestätigt. Die Maßnahme ersetzt keinen flächigen Rollout, sondern reduziert Investitionsrisiken, indem sie belastbare Prioritäten für permanente Sensorik, Netzverstärkung oder betriebliche Maßnahmen liefert. Die Auswertungen werden so aufbereitet, dass auch nicht permanent überwachte Netzbereiche in künftige Monitoring-Entscheidungen einbezogen werden können.