
Aufbau eines Echtzeit-Netzmonitoring-Systems mit automatisierter Alarmierung
Ziel der Maßnahme ist es, das Netzmonitoring um externe und interne Kontextdaten zu erweitern, damit kritische Situationen früher eingeordnet werden können. Netzbetrieb, Netzplanung und IT/OT definieren dafür, welche Wetterdaten, Einspeiseprognosen, Lastprognosen und Anschlussinformationen für ausgewählte Netzbereiche relevant sind. Die Daten werden über standardisierte Schnittstellen in das Monitoring übernommen und mit Messwerten aus Leitsystem, Sensorik und Messstellenbetrieb zusammengeführt. Fachliche Regeln zeigen beispielsweise, wann hohe Photovoltaik-Einspeisung, Starkwind, Hitzeperioden oder erwartete Ladepeaks die Spannungshaltung beeinflussen können. Die Leitwarte erhält keine automatische Entscheidung, sondern ergänzende Hinweise, die Messwerte besser erklärbar machen und Prüfhandlungen auslösen. Ein Pilotgebiet prüft Trefferquote, Aktualität und Verständlichkeit der Hinweise. Data Stewards dokumentieren Herkunft, Aktualisierungstakt und Qualitätsgrenzen der eingebundenen Daten, damit Prognosehinweise nicht mit gesicherten Messwerten verwechselt werden. Ergebnis ist ein vorausschauenderes Monitoring, das Netzbetrieb und Planung bei der Bewertung von Auffälligkeiten unterstützt und den Übergang zu späteren Prognose- oder Optimierungsverfahren vorbereitet.