
Einheitliche Datenstandards und verbindliche Datenprozesse (Betrieb & Monitoring)
Ziel der Maßnahme ist es, die Verlässlichkeit der Monitoringdaten im laufenden Netzbetrieb systematisch zu überwachen. IT/OT, Leittechnik und Netzbetrieb definieren Qualitätskriterien für Messwerte, etwa Verfügbarkeit, Aktualität, Zeitstempel, plausible Wertebereiche, Kommunikationsabbrüche und auffällige Sprünge. Diese Kriterien werden in einem Datenqualitätsmonitor abgebildet, der fehlerhafte oder veraltete Sensor- und Fernwirkdaten erkennt und an verantwortliche Rollen meldet. Die Leitwarte sieht dadurch nicht nur Netzwerte, sondern auch, ob die zugrunde liegende Datenquelle belastbar ist. Für wiederkehrende Fehler werden Ursachenanalysen und Korrekturmaßnahmen festgelegt, etwa Anpassungen an Kommunikation, Parametrierung oder Wartung. Die Maßnahme ergänzt Datenstandards, indem sie deren Einhaltung im Betrieb überprüft. Ein regelmäßiges Review zwischen Leittechnik, IT/OT und Netzbetrieb bewertet offene Fehler, Datenlücken und Verbesserungen der Meldewege. Ergebnis sind weniger Fehlinterpretationen, höhere Akzeptanz des Monitorings und eine bessere Grundlage für Alarmierung, Reporting und spätere automatisierte Zustandsbewertungen. Damit wird verhindert, dass fehlende oder fehlerhafte Werte unbemerkt in Lagebildern, Berichten oder Alarmen weiterverarbeitet werden.